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2011

September 2011
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Harnstoff „AD-Blue“ sorgt für bessere Luft

24.09.2007
Kölner Stadt-Anzeiger

Die Maybachstraße dürfte zum Mekka von Fahrern moderner Laster werden.
Eine neue Tankstelle - na und? Wer so fragt, sollte sich von Ernst Hebbel besser in die Details geben lassen. Denn die neue Zapfsäule auf dem Firmengelände des gleichnamigen Speditions- und Busbetriebs in der Fixheide gibt keinen normalen Kraftstoff ab, sondern den synthetischen Harnstoff „AD-Blue“. Ohne den kommt kein neuer Lastwagen oder Bus mehr aus: Die seltsame Substanz hilft, Schad- stoffe aus den beträchtlichen Abgasen der großen Dieselfahrzeuge zu verbannen. „Ohne diese Technik ist die Euro-5-Norm bei Lastwagen oder Bussen nicht zu schaffen“, sagt Hebbel. Aber auch für ihn habe es Hürden gegeben: Die Baugenehmigung war nicht leicht zu bekommen. Die Harnstoff-Zapfsäule muss gehörigen Abstand zur Diesel-Tankstelle halten, wurde er beschieden, nachdem sich Stadtverwaltung und Bezirksregierung auf eine gemeinsame Linie verständigt hatten. Weil kaum eine Tankstelle dafür genug Platz hat, unterhält Hebbel „die erste und bisher einzige AD-Blue-Zapfsäule im Großraum Köln und Düsseldorf“. Die Alternative ist das Hantieren mit Kanistern. Allerdings braucht ein Lastwagen auf 100 Kilomter rund einen des pro Liter 90 Cent teuren synthetischen Harnstoff. Deshalb fassen die Zusatztanks 50 bis 60 Liter - entsprechend umständlich ist es, sie per Hand zu füllen. (tk)

„Brummis“ unter der Dusche

16.04.07
Leverkusener Anzeiger, von Sebastian Ebel

Das Phänomen ist nicht neu, kommt aber immer dann zum Vorschein, wenn der Wetterbericht für mindestens zwei Tage ein konstantes Hoch voraussagt: Im ganzen Stadtgebiet drängeln sich die Autos - und deren Besitzer - vor den verschiedenen Waschanlagen. Schließlich ist ein glänzendes Auto ja auch viel repräsentativer als ein verstaubtes.Etwas anders geht es dagegen in der „Dino-Waschstraße“ in der Fixheide zu. Dort wird Lastkraftwagen, Kleintransportern und anderen „sperrigen“ Fahrzeugen zu neuem Glanz verholfen. „Bei uns wird bis zu 5000 Mal im Jahr gewaschen“, erklärt Betreiber und Geschäftsführer Ernst Hebbel von der gleichnamigen Spedition.


26 Meter lang

Dass es in der Waschstraße nicht mit rechten Maßen zugeht, versteht sich dabei von selbst. „Ein normales Auto würde hier nicht besonders effektiv gewaschen“, meint Hebbel. Die Straße hat eine Länge von 26 Metern, wobei dort Gefährte von bis zu vier Metern Höhe und zweieinhalb Metern maximaler Breite hineinpassen. 

Ein wenig stolz steht Hebbel vor der Anlage, von der er sich aber bald verabschieden muss. „Wir bekommen ein neues Betriebssystem. Dafür haben wir 60 000 Euro investiert.“ Nach zehn Jahren habe die alte Waschanlage ausgedient, obwohl es die alte noch in sich habe. „Es wird schon darauf geachtet, dass der gesamte Prozess umweltschonend vonstatten geht“, erklärt der Unternehmer. Zwar sei es von den Fahrzeuglängen abhängig, wie viel Wasser für einen Durchgang gebraucht werde, jedoch seien es durchschnittlich zwischen 700 und 800 Liter. „Davon werden 100 Prozent durch eine Filteranlage aufbereitet. Ein anderer Teil stammt aus Regenwasserzisternen, die auf unserem Gelände aufgestellt sind.“


Die Kosten für die einzelne Wäsche hängen ebenfalls von der Fahrzeuglänge ab. Von 18 Euro für einen Kleintransporter bis hin zu 70 Euro für einen großen „Brummi“ ist man dabei. Hebbel: „Es kommen aber auch Wohn- oder Campingwagenbesitzer, die hier beispielsweise den Frühjahrsputz erledigen.“

Anruf von unterwegs

Stoßzeiten, wie etwa bei den Pkw-Anlagen, kennen die Mitarbeiter in der Fixheide nicht. „Das kann man nie genau sagen“, erklärt Werkstattleiter Anton Knabben-Baumann. „Freitags wird es schon mal voller, aber das ist genauso variabel.“ Meistens rufen die Stammkunden vom Autobahnkreuz aus an und informieren sich über die Wartezeiten. „Die sind unter Druck, und wenn es voll ist, kommen sie lieber einen Tag später.“ Eine Wäsche dauert dabei rund eine halbe Stunde, bei kleineren Transporter 15 Minuten.

Die Fahrer unterdessen kann man nach Angaben des Werkstattleiters fast schon kategorisieren. „Es gibt welche, die legen selbst Hand an, wenn es um das Waschen geht. Die lieben ihr Fahrzeug und sind wirklich um die Sauberkeit bemüht.“ Andere Lenker setzten sich während der Zeit lieber in einen Aufenthaltsraum und lesen Zeitung.

Auch das Saugen läuft bei den großen Fahrzeugen etwas anders ab. Herkömmliche Sauger reichen nicht; es werden Schläuche mit 20 Metern Länge und einer Kraft von 4000 Watt gebraucht. „Es ist alles etwas anders hier, wobei das für uns natürlich Normalität ist“, sagt Hebbel noch. Und im nächsten Moment hupt es schon, und ein neuer Lkw rollt an zur Generalreinigung - Alltag in der „Dino-Waschstraße“ in der Fixheide.